Archive for Dezember, 2014

Gänsebraten: Unser Rezept als Video-Kochschule

Montag, Dezember 29th, 2014

Zutaten für 8 Portionen Gänsebraten

1 Gans (küchenfertig; 4,5 kg)
Salz
Pfeffer (frisch gemahlen)

Für die Apfel-Brot-Füllung:
100 Gramm Speck (geräuchert und durchwachsen)
1 Zwiebel
4 Brötchen (vom Vortag)
30 Gramm Butter (oder Margarine)
250 Milliliter Milch
3 Äpfel
100 Gramm Trockenfrüchte (z. B. Aprikosen, Cranberries oder entsteinte Backpflaumen)
3 Stängel Majoran
Beifuß (getrocknet)
1 ¼ Liter Weißwein (oder Brühe mit 1 TL Zitronensaft)
1 EL Quittengelee
2 EL Soßenbinder (dunkel)

Zubereitung von Gänsebraten – Schritt für Schritt erklärt

Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen.

Den Beutel mit den Innereien aus der Gans nehmen. Gans unter fließendem kaltem Wasser von innen und außen abspülen und trocken tupfen. Gans von innen mit Salz und Pfeffer einreiben.

Für die Apfel-Brot-Füllung:
Speck würfeln und bei kleiner Hitze in einer Pfanne langsam ausbraten. Zwiebel abziehen, würfeln und kurz mitbraten. Die Geflügelleber (aus dem Beutel) abspülen, würfeln und etwa 2 Minuten mitbraten. Alles aus der Pfanne nehmen.

Die Brötchen würfeln und im heißen Fett anrösten. Heiße Milch dazugießen und etwa 5 Minuten quellen lassen. Äpfel abspülen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Trockenfrüchte fein würfeln und zusammen mit dem Brot und den Äpfeln unter die Speck-Leber-Mischung rühren. Mit Salz, Pfeffer, abgezupften Majoranblättchen und Beifuß kräftig würzen.

Die Füllung in die Gans geben, die Bauchöffnung mit kleinen Holzspießchen zustecken. Die zugesteckte Öffnung mit Küchengarn wie einen Schuh zubinden. Beine und Flügel mit Küchengarn an den Gänsekörper binden, damit sie nicht abstehen und zu dunkel werden oder verbrennen.

Die gefüllte Gans mit dem Rücken nach unten auf den Rost des Backofens legen und den Rost auf die mit Wasser ausgespülte Fettpfanne setzen. Fettpfanne und Rost auf die untere Schiene des Ofens schieben. Die Garzeit für die Gans beträgt etwa 3 Stunden.

Eventuell die Gans nach 30 Minuten aus dem Ofen nehmen und mit einer Pinzette die letzten Federkiele herausziehen, sie haben sich durch das Braten gelockert. Gans wieder in den Ofen schieben und weiterbraten. Zwischendurch die Haut unterhalb der Flügel und um die Keulen herum einstechen, damit das Fett ausbraten kann.

Wenn sich der Bratensatz in der Fettpfanne bräunt, etwas Wein dazugießen, damit der Bratensatz auf dem Blech nicht festbrennt. Eventuell die Gans einmal wenden. So geht’s einfach: Gans mit der Fettpfanne aus dem Ofen holen, dicke Backofenhandschuhe anziehen und die Gans mithilfe von Alufolie wenden. Die Gans wieder in den Ofen schieben und weiterbraten. Verdampfte Flüssigkeit immer wieder mit Wein auffüllen und die Gans mit der Bratenflüssigkeit begießen. Falls sehr viel Fett herausbrät, das Fett aus der Fettpfanne schöpfen, so dass Platz für Wein oder Brühe ist, sonst verbrennt das Fett und beginnt zu räuchern.

Nach der halben Bratzeit die abgespülten Innereien mit in die Fettpfanne geben. 10 Minuten vor Ende der Bratzeit die Gans mit Salzwasser bestreichen. Den Backofen auf die höchste Stufe schalten und die Gans weiterbraten, damit die Haut schön braun und kross wird.

Die fertige Gans im ausgeschalteten Ofen warm stellen. 1/4 l Wasser in die Fettpfanne gießen, den Bratensatz auf der Herdplatte loskochen und durch ein Sieb gießen. Das Fett abschöpfen.

Den Bratensatz aufkochen, das Quittengelee einrühren. Die Soße eventuell mit Soßenbinder binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße zur Gans servieren.

Dazu schmecken Kartoffelklöße und Rotkohl.

Unsere Tipps für perfekten Gänsebraten

Kaufen Sie am besten eine frische Gans beim Händler Ihres Vertrauens – dann wissen Sie, wo das Tier herkommt und wie es gehalten wurde. Es sollte gut gerupft und die Innereien sollten sauber ausgenommen sein.

Bevor die Füllung in den Gänsebauch kommt, kontrollieren Sie die Haut nach abstehenden Federkielen. Die müssen mit einer kräftigen Pinzette herausgezogen werden. Streichen Sie mit der Hand über die Gans: Fühlt sie sich zart an wie Marzipan? Dann ist sie bereit für die Füllung.

Die klassische Füllung für Gänsebraten

Im klassichen Rezept für Gänsebraten kommen Brötchen und Räucherspeck in die Füllung. Äpfel und Trockenfrüchte sorgen für eine feine Süße.

Unbedingt dabei sein muss das klassische Gänsebratenkraut Beifuß: Zusammen mit Majoran gibt es die richtige Würze – und macht diesen ja nicht gerade leichten Genuss besser bekömmlich.

Die Füllung stopfen Sie am besten beherzt mit vollen Händen in den Gänsebauch. Geht natürlich auch (und ist ein bisschen eleganter): Die Gans aufrecht in einen hohen Topf stellen und die Füllung mit zwei Löffeln in die Gans geben.

So binden Sie Gänsebraten richtig

Wenn der Gänsebraten gefüllt ist, muss er zugeschnürt werden. Das geht am besten, wenn je nach Größe der Öffnung vier bis sechs Holzspieße quer durch die Haut gestochen werden. Dann legen Sie einen Küchengarnfaden (zur Not tut’s auch weißes Topflappengarn aus Baumwolle) um den oberen Spieß und schnüren die Öffnung wie einen Schuh zu. Zuknoten, fertig!

Nun brauchen nur noch die Keulen und Flügel an den Körper gebunden werden, damit nichts absteht und verbrennt. Bitte jetzt noch nicht außen salzen, das macht die Haut schnell ledrig. Gesalzen wird erst am Schluss.

So wird der Gänsebraten makellos

Wenn die Gans etwa eine halbe Stunde im Ofen war, kommen die allerletzten Federkiele aus der Haut. Die müssen unbedingt entfernt werden, damit die Haut makellos braun werden kann und später niemand am Tisch chirurgisches Werkzeug braucht, um die Stoppeln am Festtagsbraten zu entfernen.

So wird der Gänsebraten rundherum goldbraun

Gänsebraten muss zwar nicht unbedingt gewendet werden, für einen perfekten Braten ist es aber nicht schlecht. So einen Riesenvogel gekonnt zu bewegen, hat allerdings seine Tücken.

So geht’s: Dicke Topfhandschuhe anziehen und den Braten mit Alufolie bedecken, die schützt Ihre Hände und Unterarme. Dann die Gans samt Rost aus dem Ofen nehmen. Die Gans mit der Folie mutig drehen und zum Weiterbraten zurück in den Ofen schieben. Nun kann sie rundherum goldbraun werden.

So wird der Gänsebraten besonders knusprig

Wenn die Gans gefüllt ist und im Ofen bei der richtigen Temperatur vor sich hinbrät, ist fast schon alles getan. Ein bisschen Zuwendung braucht sie aber doch. Einmal drehen haben Sie ja schon hinbekommen. Dankbar ist sie aber auch fürs Bepinseln mit Salzwasser gegen Ende der Bratzeit. Das macht die Haut schön braun und knusprig und würzt außerdem.

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Trauerbegleitung:

Mittwoch, Dezember 17th, 2014

Als Marens Lebensgefährte mit 36 Jahren an Krebs stirbt, ist ihre Freundin Karla erfüllt von Trauer und Mitleid. Aber auch von Angst. Wie soll sie Maren begegnen? Wie soll sie sich verhalten? Wie vermeidet sie es, etwas Falsches zu sagen? Geht sie Maren auf die Nerven, wenn sie vorbeischaut? Lässt sie sie allein, wenn sie nicht vorbeischaut? Klingen Beileidsbekundungen nicht immer wie leere Floskeln? Wie kann sie ihr helfen in der schweren Zeit?

Wenn der Tod nicht zum Leben gehört

Die meisten Menschen sind mit der Trauer eines anderen überfordert, fühlen sich hilflos und unfähig. Vor allem dann, wenn sie bisher selbst wenig Erfahrung mit dem Tod gemacht haben. Dies ist hierzulande nicht außergewöhnlich: Aufgrund des medizinischen Fortschritts werden viele Menschen erst spät mit dem Tod konfrontiert. In anderen, ärmeren Ländern gehört er zum Leben, zum Alltag. „Bei uns aber gibt es keinen allgemeinen Erfahrungsschatz mehr, was Trauer angeht“, sagte Doris Dörrie einmal in der BRIGITTE. Die Regisseurin hat 1996 ihren Mann Helge Weindler verloren. „Nur wenige Menschen bei uns wissen, wie sich Trauer anfühlt.“ Um so radikaler zeigt ein Todesfall die eigene Endlichkeit auf und schürt die Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen.

Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand

Wer mit Trauer konfrontiert wird, sollte wissen: Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand. Das Wichtigste, was man für einen trauernden Menschen tun kann, ist da zu sein. „Nähe zeigen, ab und zu anklopfen, immer wieder kleine Einladungen platzieren“, empfiehlt der freie Theologe Jochen Jülicher, der in der Trauerbegleitung aktiv ist. Das Angebot, „Du kannst mich jederzeit anrufen“ nützt gar nichts. Dieser Satz macht den Trauernden zum Bittsteller – in einer Situation, in dem es ihm nicht möglich ist, auf andere Menschen zuzugehen. Viel besser ist die konkrete Ankündigung: „Ich ruf dich morgen wieder an!“ oder „Ich komme Mittwoch wieder vorbei“. Doris Dörrie bestätigt diese Erfahrung: „Der Trauernde kann nicht anrufen, wenn er etwas braucht. Nein, man muss immer wieder selbst anrufen, auch hinnehmen, dass der Trauernde sagt: ‚Ich kann jetzt nicht telefonieren‘, und dann trotzdem wieder anrufen.“

Es kann auch helfen, konkrete Unterstützung anzubieten: Kann ich dir die Kinder abnehmen? Dir beim Einkaufen helfen? Sollen wir gemeinsam den Grabstein aussuchen? Wen laden wir zur Beerdigung ein?

Das Wichtigste: Da sein, nah sein

Präsent zu sein ist die wichtigste Aufgabe in der Trauerbegleitung. Dabei spielt es keine Rolle, wenn einem die Worte fehlen. „Jedes verrenkte Wort ist besser als gar keins. Und jede einfache Anwesenheit ist besser als keine Anwesenheit“, betont Dörrie.

Eigentlich ist es nicht viel, was man tun muss: Dem anderen offen gegenüber treten, aufmerksam sein, zuhören und ehrlich sein. In der Regel sind spontane Reaktionen richtig, denn sie kommen von innen. Je nachdem, wie das Verhältnis zum Trauernden ist, können auch nonverbale Reaktionen helfen – den anderen in den Arm zu nehmen und zu drücken beispielsweise. Und keine Angst vor Tränen zu haben. Das hilft viel mehr als zu sagen: „Es war doch eine Erlösung“, oder wenn ein Kind gestorben ist: „Du hast doch noch die anderen“, oder „Das Leben geht weiter“.

BRIGITTE-Redakteurin Beatrix Gerstberger war im sechsten Monat schwanger, als ihr Mann Gabriel Grüner auf einer Recherchereise im Kosovo erschossen wurde. „‚Die Zeit heilt alle Wunden‘, ‚Es wird schon wieder eine große Liebe geben‘ – solche Sätze habe ich als furchtbar empfunden“, sagt sie. Einem Menschen, der trauert, sollte man auch nicht unbedingt die eigenen Erfahrungen überstülpen, etwa die mit dem Tod der eigenen Mutter. Das wertet das Leid des anderen ab und bedeutet für viele Trauernde: „Ich erkenne nicht an, wie du trauerst“.

Man kann nicht viel falsch machen

Die Angst vor der Begegnung mit dem Trauernden ist unbegründet: Wer sich nicht grob unsensibel verhält und dem Trauernden nicht aus dem Weg geht, kann eigentlich nichts falsch machen. Und: Auch etwas „falsch“ zu machen, kann helfen, betont der Sozial- und Familienpsychologie Prof. Dr. Hans Goldbrunner. Wer einen Trauernden beispielsweise über einen längeren Zeitraum bemuttert, kann damit Unmut provozieren und erreichen, dass derjenige sich wehrt. Die Wut kann ihn aus seiner Apathie befreien. Für den Trauerprozess kann konfrontatives Verhalten wichtig sein.

Das Schlimmste ist, dem Betroffenen auszuweichen – sich im Supermarkt hinter dem Regal zu verstecken, um eine Begegnung zu vermeiden. „Das spüren die Leute. Trauernde nehmen die Dinge intensiver wahr,“ erklärt Jülicher. Viele Menschen sprechen tatsächlich von einer Überschärfung der Sinne im Leid. Besser, als den Trauernden zu meiden, ist es, die eigene Hilflosigkeit einzugestehen: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“.

Beistand am Todestag

Was kann man an besonderen Tagen tun, am Todestag, am Geburtstag des Verstorbenen, am Hochzeitstag, oder auch am Wochenende, das Hinterbliebene oft als besondere Belastung empfinden? An solchen Tagen ist es schön, sich zu melden, um zu zeigen: „Ich denke an dich“. Noch besser ist es, schon vorher anzurufen und sich zu erkundigen, was der Trauernde an dem Tag vorhat, rät Jülicher. Am Todestag kann man beispielsweise anbieten, mit ans Grab zu gehen. Besonders an kritischen Tagen ist das die größte Hilfe: Nahe sein, präsent sein.

Wenn Zeit vergangen ist

Sind mehrere Monate seit dem Tod eines Menschen verstrichen, ist die Umwelt oft erleichtert, wenn man wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Manche fürchten auch, den Trauernden an den Verlust zu erinnern, wenn er gerade nicht daran denkt oder sogar darüber hinweg ist. Doch Psychotherapeutin Dr. Doris Wolf beruhigt: Man kann keine Trauer auslösen, indem man von ihr spricht. Im Gegenteil: Man sollte den Verlust immer wieder dezent und einladend ansprechen und genau hinhören, wie der andere reagiert. Man kann ganz simpel fragen, „Wie geht es dir eigentlich damit?“ Viele Trauernde haben sonst das schreckliche Gefühl, dass der Tote totgeschwiegen wird.

Bei den meisten dauert die akute Trauerphase etwa zwei Jahre. Aber jeder trauert anders. Deshalb sollte in jedem Fall gelten: Der Trauernde gibt das Tempo an. Vermeiden sollte man Behauptungen wie ‚Du hast jetzt aber genug getrauert‘ oder ‚Du hast noch nicht genug getrauert‘.

Man sollte auch an sich denken

Jeder Begleitende sollte darauf achten, was er selbst verkraften kann. Niemand kann immer mitfühlend sein, so Goldbrunner. Man sollte sich fragen: Bin ich die einzige Bezugsperson? Gibt es vielleicht jemand anderen, mit dem der Trauernde reden kann? Und man sollte nicht eifersüchtig sein, wenn der Neffe lieber mit der Lehrerin über den Verlust der Eltern spricht als mit der Tante.

In schwierigen Zeiten gerät fast jeder Mensch an seine Grenzen. Sich und anderen das einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Ehrlichkeit. „Viel besser als sich gar nicht zu melden, ist zu sagen, ‚Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll‘,“ sagt Beatrix Gerstberger. „Als verletzend habe ich nur empfunden, dass sich einige Leute nach dem Tod meines Mannes nicht mehr bei mir gemeldet haben.“ Niemand erwartet, dass man ihn von seiner Trauer befreit. Nur, dass man ihn in seinem Leid nicht ignoriert.

 

,Website:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/

Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!

Dienstag, Dezember 9th, 2014

Ohne Großeltern hätte Deutschland ein Problem. Weil immer mehr Mütter nach der Babypause zurück in den Job gehen, Krippen und Hortplätze aber rar und oft unbezahlbar sind, kommen Deutschlands Omas und Opas zum Einsatz.

Ein Drittel aller Kinder unter sechs wird laut der Zeitschrift GEO (02/2009) einmal in der Woche von den Großeltern betreut. Omas und Opas im Alter zwischen 55 bis 69 Jahren kümmern sich im Durchschnitt 47 Stunden monatlich um ihrer Enkel, vor allem in Familien, in denen beide Eltern berufstätig oder die Mütter alleinerziehend sind.

 

Großeltern tun Enkeln gut

Die Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkindern ist immer etwas Besonderes. Kinder erfahren durch Oma und Opa viel über ihre Wurzeln – und dass ihre scheinbar perfekten Eltern, als sie noch klein waren, auch mal eine Blumenvase zerbrochen haben. Kinder, die regelmäßig von Großeltern betreut werden, haben einen umfangreicheren Wortschatz. Auch bessere Schulnoten und gutes Sozialverhalten werden der Obhut der Oma zugeschrieben.

Großeltern dürfen ihre Enkel verwöhnen

Meistens sind Großeltern mit ihren Enkeln weniger streng als die Eltern. Sie müssen die Kinder nicht erziehen und dürfen sie verwöhnen. Dennoch sollten sich Oma und Opa bei grundsätzlichen Erziehungsfragen mit den Eltern abstimmen und zum Beispiel das Kind nicht stundenlang vor dem Fernseher parken oder so viele Gummibärchen geben, dass das Kind die ganze Nacht Bauchweh hat. Ansonsten ist es kein Drama, wenn die Regeln der Großeltern nicht hundertprozentig deckungsgleich mit denen der Eltern sind. Schon ganz kleine Kinder können verstehen, dass bei Oma andere Regeln gelten als zu Hause.

Tipp: Elternzeit für Großeltern Seit Januar 2009 haben auch Großeltern Anspruch auf Elternzeit, wenn ihre Kinder minderjährig oder während der Schulzeit beziehungsweise Ausbildung ein Kind bekommen haben. Sie können dann bei ihrem Arbeitgeber eine „Großelternzeit“ beantragen.

 

Erziehung früher und heute

Zwischen der Rohrstock-Erziehung der Urgroßeltern und den Antiautoritäts-Ansichten der 68er Generation gehen Pädagogen und Eltern heute den Mittelweg einer Erziehung, die Kindern klare Grenzen setzt, ihre Bedürfnisse aber ernst nimmt.

Das hat sich bei Erziehungsfragen geändert:

  • Erst ab zwei Jahre aufs Töpfchen
    Heute setzt man Kinder frühestens ab zwei Jahre aufs Töpfchen, weil sie dann körperlich in der Lage sind ihre Schließmuskeln zu kontrollieren. Vorher mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen, ist deshalb zwecklos.
  • Es geht auch mit links
    Ein Linkshänder wird nicht mehr zum Rechtshänder umerzogen. Bei Linkshändern steuert die rechte Gehirnhälfte die dominante Hand, bei Rechtshändern ist es die linke Gehirnhälfte. Bei Versuchen Kinder von links auf rechts umzuerziehen, stiftet man deshalb nur Verwirrung im Gehirn. Konzentrations-, Lese – und Schreibschwierigkeiten können die Folge sein.
  • Kinder müssen Oma kein Küsschen geben
    Wenn ein Kind sich abwendet, wenn man es küssen oder streichen will – nicht gekränkt sein! Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit. Setzt ein Kind mit einem „Nein“ klare Grenzen, sollten diese nicht überschritten werden. Kinder fühlen sich dadurch respektiert und kommen so lieber auch mal von sich aus zum Schmusen.
  • Babys nicht schreien lassen
    Ein Baby, das weint, will niemanden ärgern und wird auch nicht zu sehr verwöhnt, wenn man es auf den Arm nimmt. Frühesten ab dem ersten Geburtstag kann man anfangen ein Kind zu erziehen. Vorher ist es wichtig seine Bedürfnisse zu erfüllen. Ob es nun schreit, weil es Hunger hat, ihm langweilig ist, es müde ist oder eine frische Windel braucht – es stärkt Babys Vertrauen in die Welt, wenn auf sein Weinen rasch reagiert wird.
  • Kinder nicht mit Süßem belohnen
    Wenn die Kinder die Auswahl zwischen Schokolade oder netten Worten hätten, würden sie sich ganz klar für Süßes entscheiden. Man erzieht aber Kinder durch die Belohnung mit Süßem dazu, dass sie bald für jede Kleinigkeit ein Gummibärchen einfordern. Lob in einem gesunden Maß ist wichtig. Kinder freuen sich auch über Anerkennung, die man nicht essen kann.

 

Webseite:

http://www.eltern.de

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Mit Kindern im Restaurant – man muss das Richtige finden

Freitag, Dezember 5th, 2014

Wenn man mit seinen Kindern in ein Restaurant geht, hat man immer Angst, dass es stressig wird. Kinder sitzen nun mal sehr ungern eine längere Zeit am Tisch, sie wollen sich bewegen. Und das ist in einem Restaurant schwer bis gar nicht möglich. Und falls der Bewegungsdrang nachlässt, sind die Kleinen übermüdet und quengeln. Dabei noch das Essen zu genießen, fällt eher schwer.
Anfangs ist es ja für Kinder immer spannend im Restaurant. Sie werden gefragt, was sie essen und trinken möchten und fühlen sich wie Erwachsene. Aber schon das Warten auf das Essen kann so lange dauern, dass große Langeweile aufkommt. Aber es gibt auch Restaurants, die dieses Problem erkannt haben. Neben speziellen Kindermenus, die nicht nur aus Pommes bestehen, wird Mal- oder Bastelmaterial angeboten. In einigen Restaurants, die den Platz haben, gibt es sogar Spielecken, wo sich die Kinder vergnügen können und wenn es gut läuft, sich mit Kindern anderer Gäste anfreunden. In der warmen Jahreszeit ist natürlich ein Biergarten eine hervorragende Möglichkeit, gemeinsam zu essen und danach können die Kinder im Garten tollen. Man muss den Kindern wie bei allen Aktivitäten das Ganze einfach schmackhaft machen. Sie werden sehen, wenn es den Kindern gefällt, wollen die öfter ins Restaurant, als Ihnen lieb ist. Gehen Sie auf die Wünsche der Kinder ein, sonst werden Sie keinen entspannten Abend haben. Dank Internet ist es heutzutage nicht mehr schwer, geeignete Restaurants zu finden. Erkundigen Sie sich im Netz, welche Restaurants Angebote für Kinder haben. Sie werden überrascht sein, wie viele Gastronomen sich inzwischen auf Familien eingestellt haben. In Kaufbeuren gibt es so ein Restaurant, wo Kindern mehr Aufmerksamkeit als anderswo geschenkt wird. Dabei können Sie neben einem gutem Essen und einem schönen Biergarten auch die Sehenswürdigkeiten in Kaufbeuren bewundern, was auch für Kinder interessant ist. Kaufbeuren ist eine alte Stadt, dementsprechend gibt es viele spannende Bauwerke aus alten Zeiten zu entdecken.

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