Archive for Januar, 2016

Lifestyle-Guide: Wo Frauen High Heels und Wanderstiefel tragen

Samstag, Januar 30th, 2016

Sie gilt als provinziell und prätentiös. Als einerseits traditionell und behäbig, andererseits überteuert und arrogant. Das Image der bayerischen Hauptstadt war noch nie das beste – obwohl gleichzeitig immer mehr Menschen in ihr leben wollen.

Denn eigentlich ist München unglaublich lebenswert. Das betonen nicht nur Einheimische. Sondern das sagt jetzt endlich auch mal jemand von außerhalb. Und zwar öffentlich und auf 208 Seiten.

„Schön, leicht, authentisch und entspannt“, so hat die Wienerin Nicole Adler München stets erlebt. Deshalb hat sie der Stadt ihr zweites Buchprojekt gewidmet. „München for Women“ kommt als optisch ansprechendes Coffee-Table-Book daher: broschiert, Tagebuch-Größe, goldene, geschwungene Schrift.

Beim ersten Durchblättern könnte der Eindruck entstehen, einen weiteren, hochwertig präsentierten Shopping-Guide in Händen zu halten. Doch „München for Women“ will etwas anderes.

„Wir haben ganz bewusst nicht nur Orte für den Konsum gewählt. Das Buch ist lifestylig, aber kein Shopping-Guide“, betont denn auch gleich Kera Till, die das Buch gestaltet und mit ihren Illustrationen dekoriert hat, die sonst in Publikationen wie „Vogue“ oder „Elle“ zu sehen sind.

Wie eine Freundin als Fremdenführerin

„Die schönste Art, eine Stadt kennenzulernen, ist es doch, diese von einer guten Freundin gezeigt zu bekommen“, erläutert Herausgeberin Adler das Konzept. Beide hatten dabei eine Frau vor Augen, die wie sie viel reist, gewisse Ansprüche hat, aber auch ein Picknick an der Isar zu schätzen weiß. Eine angeblich typische Münchnerin.

Was macht diese nun aber aus? „Sie liebt ihre Stadt abgöttisch“, fällt Adler als erstes ein. „Als Wienerin fand ich das interessant, denn wir lieben unsere Stadt auch, stehen ihr aber eher kritisch gegenüber. Wir haben da eine etwas intellektuellere Herangehensweise.“

Eine bewusst gesetzte Spitze und schöne Vorlage für Till, selbst überzeugte Münchnerin: „Das liegt aber auch nur daran, dass wir unsere Stadt immer verteidigen müssen“, erklärt sie.

Die Münchnerin zeichne sich dadurch aus, dass sie durchaus gerne auf High Heels im Nachtleben unterwegs ist, für ihr Wohlbefinden zu Maniküre und Pediküre und zur Kosmetikerin geht. Ähnlich also wie Pariserin oder New Yorkerin. Mit dem Unterschied, dass die bayerische Version der stilsicheren Großstädterin es bei allem etwas weniger hektisch angehen lässt.

Sie sitzt auch gerne mal tagsüber bei einem Kaffee in der Sonne oder flitzt trotz Businessgarderobe mit dem Radl durch die Stadt; am Freitagnachmittag tauscht sie die High Heels gegen Bergstiefel; unterm Jahr nippt sie zwar gerne am Champagner, in zwei Wochen des Jahres mutiert sie allerdings zur begeisterten Biertrinkerin; und im Sommer legt sie sich im Bikini an die Isar.

Prominente Frauen geben Tipps

Belege dafür, wie lässig, schön, charmant und eigen die Münchnerin als solche ist, finden sich zuhauf in „München for Women“, dank interessanter Interview-Partnerinnen.

Polly Lapkovskaja, aka Pollyester, erzählt reflektiert über Musikszene und die Arbeitsbedingungen für Kreative in der Stadt. Uschi Obermaier verrät, wo München noch immer etwas vom Flair der wilden 60er und 70er hat. Designerin Ayzit Bostan erklärt, warum für ihr Atelier nur ein Viertel in Frage kam: das hinterm Hauptbahnhof.

Das schönste Kompliment jedoch stammt von Barbara Vinken. Die renommierte Literaturwissenschaftlerin hat im Laufe ihrer akademischen Karriere diverse Weltstädte nicht nur als Bewohnerin erlebt, sondern stets auch ihr analytisches, gnadenloses Wissenschaftlerinnen-Auge auf sie gerichtet.

„Ich bin aus Zürich weggegangen, weil mir München erotischer erschien“, gibt sie auf für sie ungewöhnlich unwissenschaftliche Art und Weise preis.

Und: Die Münchnerin, die sehe „immer noch aus wie die blonde Madonna mit Veilchenaugen in der Krippe im Kloster zu Frauenchiemsee“ und sei auch so „weich, erfüllt und heiter“. Mit einem Unterschied: Sie finde es vollkommen selbstverständlich, das Geld selbst zu verdienen.

Webseite:
 

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Schnelles Thai-Curry mit Huhn, Paprika und feiner Erdnussnote

Freitag, Januar 29th, 2016

Zutaten

500 g Hähnchenbrustfilet(s), in feinen Streifen
2 EL Pflanzenöl
1 EL Sojasauce
Ingwerwurzel, frisch, etwa daumengroß, geschält, fein gehackt
1 EL Currypaste, rot, oder weniger
1 EL Erdnussbutter
400 ml Kokosmilch, ungesüßt, cremig
Paprikaschote(n), rot, in feinen Streifen
Frühlingszwiebel(n), in feinen Streifen
1 kl. Glas Bambussprosse(n), in Streifen, gut abgetropft
10  Maiskölbchen, aus dem Glas, längs halbiert
1 EL Fischsauce
1 TL Palmzucker, ersatzweise brauner Zucker
1 TL Zitronengras, Paste oder fein gehackt
1 EL Thai-Basilikum, frisch
500 g Jasminreis oder Duftreis

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 25 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: ca. 890 kcal

Fleisch mit je 1 EL Öl, Sojasauce und dem Ingwer gut vermischen und ca. 30 Minuten marinieren. In der Zwischenzeit Gemüse putzen und schneiden. Fleisch in einer beschichteten Pfanne anbraten und zur Seite stellen.

Im Wok oder einer großen Pfanne mit hohem Rand die Currypaste in 1 EL Öl anrösten. Die Erdnussbutter unterrühren und schmelzen lassen. Mit Kokosmilch ablöschen, das Gemüse zugeben und alles ca. 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Reis zubereiten und ausdämpfen lassen.

Kurz vor Ende der Garzeit (das Gemüse soll noch Biss haben) das Fleisch dazugeben und kurz erhitzen. Mit Palmzucker, Fischsauce (notfalls etwas Salz nehmen) und Zitronengraspaste (soll nicht mitkochen) abschmecken. Nach Belieben Thai-Basilikum darüberstreuen und mit Reis servieren.

Die Zusammenstellung des Gemüses kann man ganz nach Geschmack und Verfügbarkeit variieren/ergänzen, z.B. fein geschnittene Wasserkastanien für noch mehr Biss, ein paar kleine Brokkoliröschen oder einige Zuckerschoten (diagonal geteilt, kurz blanchiert oder angebraten) als zusätzlichen Farbtupfer. Es sollten (geputzt und geschnitten gemessen) insgesamt ca. 4 – 5 Handvoll Gemüse sein.

Zitronengraspaste ist geriebenes, in etwas Pflanzenöl eingelegtes Zitronengras. Das angebrochene Glas am besten im Tiefkühlfach aufbewahren.

Aufgespürt:

www.chefkoch.de

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Haarmoden mit Fußnoten

Donnerstag, Januar 28th, 2016

Über Haare, Frisuren und Haarpflege lässt sich mehr schreiben, als man so denkt. Und das auch noch richtig wissenschaftlich.

Palmblattfasern und Wolle mischten die alten Ägypter mit menschlichem Haar, um Perücken und Haarteile herzustellen. So ließen sie schon in der Antike das eigene Haar fülliger aussehen oder verlängerten es. Perücken dienen heute oft medizinischen Zwecken, Haarverlängerungen sind aber bei Stars wie Lady Gaga und in der Brautmode häufig zu finden. Das und vieles mehr über Haare ist im Frisuren-Blog „Street Hair“ nachzulesen, der Haarmoden wissenschaftlich untersucht.

Den Blog, der unter www.streethair.wordpress.com zu finden ist, schreiben Studenten des Arbeitsbereiches Mode und Ästhetik der Technischen Universität Darmstadt. Die Idee stammt von der Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Alexandra Karentzos, die seit 2011 Professorin für Mode und Ästhetik an der TU ist. „Es gab noch keine wissenschaftlichen Frisuren-Blogs“, sagt Karentzos. Sie will nicht wie die Autoren unzähliger anderer Blogs für Trends Werbung machen, sondern sie wissenschaftlich und soziokulturell erklären. „Der Blog soll ein Archiv der Trends sein.“ Es geht darin nicht nur um die Haare auf dem Kopf, sondern auch um Körper- und Schambehaarung. Dass Haare bisher so selten Forschungsgegenstand waren, erklärt Karentzos sich auch damit, dass die Kulturwissenschaft in Deutschland noch vergleichsweise jung ist. „Erst seit Kurzem wird der Fokus auch auf scheinbar abseitige Themen wie Haare und Frisuren gelegt.“

Seit dem Sommersemester 2014 gibt es den Blog. Zum einen beschäftigt er sich mit aktuellen Trends. Sie sind in der Rubrik „Street Style“ zu finden, für die die Studenten Leute auf der Straße ansprechen und deren Frisuren fotografieren. „Haar historisch“ wiederum erklärt außer der Geschichte von Perücken und Haarverlängerungen etwa die religiöse Bedeutung von Haaren. In der biblischen Geschichte von Simson und Delilah gelten sie als „Sitz der Seele, des Lebens und der Kraft“ – Delilah schneidet Simson die sieben Locken ab, mit jeder verliert er an Stärke.

Fußnoten belegen die Blog-Einträge, eine Literaturliste verweist auf Bücher wie „Tragbare Stürme: von spurtenden Haaren und Windstoßfrisuren“ und „Hair! Das Haar in der Kunst“. In den „Hair Tutorials“ werden aber auch einfach Schritt für Schritt Frisuren zum Nachmachen erklärt. Unter „Didaktik“ gibt es Aufgaben für angehende Friseure – Übungen zu Flecht-Techniken zum Beispiel. Bald werden in der Kategorie „Haarmode museal“ Trends aus verschiedenen Epochen erklärt, die die Studenten in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesmuseum erforscht haben. „Haare als Widerstandspotential“ ist das Blog-Thema im Sommersemester 2016.

Mehr zum Thema

„Haare haben immer eine Konnotation“, sagt die Studentin Daniela Herzog. Sie seien stets der Mode unterworfen – selbst die Verweigerung von Trends sei eine Aussage. Die 36 Jahre alte Friseurmeisterin und Visagistin, die nach dem Abitur Literatur- und Kulturwissenschaften studiert hat, ist seit dem Wintersemester 2013 für das Fach Körperpflege eingeschrieben. Um hierfür zugelassen zu werden, müssen die Bewerber mindestens ein 52 Wochen langes Praktikum in einem fachnahen Beruf absolviert haben. Herzogs Kommilitonin Damaris Rief hat eigens für ihr Studium eine Friseurlehre gemacht. Die meisten Studenten – im vergangenen Wintersemester ausschließlich Frauen – sind Kosmetikerinnen oder Friseurinnen. Viele wollen nach dem Körperpflege-Abschluss Berufsschullehrerinnen werden. Rief sagt: „Mir hilft die Ausbildung sehr, gerade in der Didaktik.“

Die Studenten besuchen Vorlesungen der Biologie, der Chemie sowie der Mode und Ästhetik, wo sie etwa Kunst-, Kulturgeschichte und Modetheorie lernen – und den Haar-Blog schreiben. „Bei Körperpflege denken viele an Altenpflege“, sagt Herzog. Viele Leute täten so, als sei das kein Studium wert. Sie hätten keine Ahnung, wie viel Wissenschaft dahinterstecke. Mit dem Blog „Street Hair“ soll das wenigstens einigen klargemacht werden.

Ursprünglich veröffentlicht:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/

Schnelle Dips für Raclette und Fondue

Samstag, Januar 16th, 2016

1 Portionen
Arbeitszeit: 30 Min.
Back-/Kochzeit: 10 Min.
Schwierigkeitsgrad: simpel
Kalorien p. P.: keine Angabe

Zutaten – das braucht ihr:

  • Cocktailsoße
  • 200 g Salatcreme oder Mayonnaise
  • 1 EL Schlagsahne
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1 EL Weinbrand oder Cognac
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Pfeffer
  • ½ TL Cayenne-Pfeffer oder Chilipulver
  • 3 Paprikastreifen als Garnitur
  • Kokos-Erdnuss-Dip
  • 150 g cremige Kokosmilch
  • 100 g Erdnussbutter
  • 1 fein gehackte Knoblauchzehe
  • 1 fein gehackte Chilischote
  • ½ TL Salz
  • Honig-Senf-Dip
  • 150 g saure Sahne
  • 3 EL Salatcreme oder Mayonnaise
  • 3 EL flüssiger Honig
  • 2 EL mittelscharfer Senf
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Pfeffer
  • Kräuter-Dip
  • 2 Scheiben Toastbrot oder Brötchen
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Essig (Wein- oder Balsamico)
  • 200 ml Olivenöl
  • 1 Bund gemischte Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Rosmarin oder Thymian)
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Pfeffer

So geht’s:

Cocktailsoße: In eine Schüssel Salatcreme oder Mayonnaise, Schlagsahne, Tomatenketchup und Weinbrand bzw. Cognac geben. Mit Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer bzw. Chilipulver würzen. Alles gründlich miteinander verrühren und mit einigen Paprikastreifen garnieren

Kokos-Erdnuss-Dip: Die geschälten Knoblauchzehen fein hacken. Die Chilischote entkernen und ebenfalls hacken. Die cremige Kokosmilch in einen Topf schütten. Gehackte Knoblauchzehen und Chilischote sowie die Erdnussbutter oder –creme auch in den Topf geben. Mit einer Prise Salz würzen und dann alles unter Rühren erwärmen, jedoch nicht kochen. Danach in eine Schüssel umfüllen und eventuell mit einigen Erdnusskernen garnieren.

Honig-Senf-Dip: Saure Sahne, Salatcreme oder Mayonnaise, Honig und Senf in eine Schüssel geben. Kräftig mit Pfeffer und Salz abschmecken und alles gründlich verrühren. Optional mit schwarzen Senfkörnern oder einem Kräuterzweig garnieren.

Kräuter-Dip: Das Toastbrot entrinden und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und in größere Stücke schneiden. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und hacken. Alles in ein geeignetes Gefäß geben und Essig sowie Olivenöl hinzufügen. Optional mit Pfeffer und Salz würzen. Dann alles fein pürieren. In eine Schüssel umfüllen und mit einem Kräuterzweig garnieren.

Zusatzinfo:

Vier verschiedene und schnell zubereitbare Dips bzw. Soßen, die eine breite Palette an Geschmacksnuancen abdecken. Universell für Buffet, Raclette, Heißer-Stein-Grill oder Fondue verwendbar.

Aufgespürt:

http://www.brigitte.de/rezepte/rezepte

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